Verspielt: Deutschland ein Milliardengeschäft
Mehr als drei Milliarden Euro haben die Deutschen im vergangenen Jahr an Glücksspielautomaten verspielt.
Es ist schon erstaunlich, wie man auf Kosten der Spielsucht die Einnahmen für das Finanzamt so deutlich erhöhen kann. In Berlin wurde Anfang des Jahres die Vergnügungssteuer von 11 auf 20 Prozent erhöht, im Gegenzug wurden alle Spielautomaten geupdatet und zahlen seitdem immer weniger an die Spielergemeinde aus. In diesem Jahr rechnet der Senat mit der Rekordsumme von 25 Millionen Euro, wie Wirtschaftsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt (Linke) mitteilte. Rot-Rot hat die Vergnügungssteuer zum Jahreswechsel deutlich erhöht, um angeblich die Spielhallenflut einzudämmen, nicht um zu verdienen. 2008 lagen die Steuereinnahmen aus dem Automatenspiel noch bei gut neun Millionen Euro. Ende 2010 zählte der Senat 523 Spielhallen – 1995 waren es noch 311. [spielotheka.de]
Doch das könnte nun schon bald vorbei sein, denn die Spielotheken und Spielhallen hierzulande sind seit Anfang des Jahres leer und wie ausgefegt. Der Schaden durch die Multiplayer wie Novoline, Magie oder Action Star ist enorm hoch, waren es 2009 noch 200.000 Spielsüchtige in Deutschland, sind es nun bereits über 500.000! Die Politik versucht nun viel zu spät, wieder Herr der Lage zu werden und kommt fast wöchentlich mit neuen Überlegungen, Regelungen und neuen Beschränkungen…

